henri schroppinsky - grafiker und fotograf


(ein paar sekunden warten... es lohnt sich)

henri schroppinsky wurde am 28. april 1960
geboren. geprägt durch die politisch-ökologi-
sche aufbruchstimmung in den
siebziger und
achtziger jahren wurde er zunehmend sensi-
bilisiert für den widerspruch zwischen reali-
tät und wunsch nach einer intakten umwelt.
mit diesem mißverhältnis wurde der künstler
ständig auch bei seinen reisen in die groß-
städte dieser welt konfrontiert. nicht die gli-
tzerpaläste und lichtdurchfluteten promena-
den stellten sich bei diesen reisen als objek-
te der begierde dar, nein, schroppinsky such-
te stets den schatten als in wahrheit domi-
nierende komponente menschlichen
daseins. in den vororten, slums, im müll, schrott, rost und in ruinen findet schroppin-
sky die schaurige realität, die es fotogra-
fisch zu dokumentieren gilt.

tausende dokumente des zerfalls sammel-
ten sich im laufe von rund 20 jahren an.
wohnhaft in einer kleinstadt im allgäu sucht
schroppinsky seit 1987 die künstlerische
symbiose zwischen der eigenen noch rela-
tiv intakten umwelt mit der auf den reisen
erfahrenen zerstörung zu realisieren. umge-
setzt wird dies auf fotografischem wege
durch die überlagerung in form der sand-
wichtechnik
, die schroppinsky bei seinem
lehrmeister herbert schultz bis zur perfek-
tion erlernte. die finale form konnte aber
erst durch die kombination der talente des
malers und des fotografen henri schroppin-
sky glücken. durch die fügung aus malerei
und fotografie schaffte schroppinsky eine
ausdrucksform, die auch das antlitz seines
eigenen seins widerspiegelt.

aus der kombination der verfremdeten natur
und des menschlichen antlitz einerseits und
dem zerfall zivilisatorischer irrungen schafft
er letztlich ein optimistisches gesamtwerk.
aus der symmetrisch und logisch angeord-
neten vergänglichkeit schimmert das ewig
überdauernde schöne, kurzum die ästhetik
durch. so präsentiert schroppinsky schließ-
lich seine eigene innere seele, die seine glo-
bale grundhaltung offenbart: um die herrlich-
keit des phoenix aus der asche erkennen zu
können, müssen zunächst die abgründe er-
kannt und verarbeitet werden. in zahlreichen
ausstellungen konnte schroppinsky diese
grundhaltung seinem publikum demonstrie-
ren und vermitteln.

rolf schmid/journalist

falls sie interesse an meinen bildern fin-
den, senden sie mir doch eine email. bei
entsprechendem anklang wird evtl. der ein
oder andere kunstdruck frisch aufgelegt!

henri schroppinsky